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TSG Schwimmerinnen überraschend Meister der DMS-Oberliga Baden-Württemberg
03.02.2019

(fv) Nach dem souveränen Klassenerhalt in der DMS-Oberliga Baden-Württemberg bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften (DMS) im vergangenen Jahr wollte Trainer Jörg Scheifele mit seinen Schwimmerinnen am vergangenen Sonntag den nächsten Schritt machen. In Freiburg im Breisgau standen die DMS 2019 im dortigen Westbad auf dem Programm. Scheifele reiste mit seinen Schützlingen bereits am Samstag nach Freiburg damit die Backnanger Schwimmerinnen am nächsten Tag ausgeruht an den Start gehen konnten. Gemeinsam mit Ihrem Trainer wollten sie ihren 6. Platz aus dem vergangenen Jahr deutlich steigern und so lange wie möglich in der Spitzengruppe mit zu schwimmen. Unterstützt wurden sie bei diesem Vorhaben von Neuzugang Julia Zabarowicz (Jg. 2001) und den am Sonntag nach Freiburg angereisten Eltern und Fans. Mit Trommeln, Weinbergrätschen und Kuhglocken ausgerüstet, machte der Backnanger Anhang von Beginn an klar, dass sie die jungen TSG Schwimmer mit ohrenbetäubendem Lärm bei jedem ihrer Rennen unterstützt werden, um gegen die großen Vereine aus Mannheim, Stuttgart, Sindelfingen, Waiblingen, Schwäbisch Gmünd, Singen, Pforzheim und Mühlacker und teilweise deutlich älteren Schwimmerinnen bestehen zu können.
Scheifele hatte seine Schwimmerinnen zusammen mit Athletiktrainer Marcel Hänsch in den letzten Trainingswochen auf diesen ersten Jahreshöhepunkt gezielt vorbereitet und konnte glücklicherweise aus dem vollen Schöpfen. Lediglich Laura Manolaras mußte in den letzten Trainingseinheiten vor dem Wettkampf wegen einer leichten Grippe etwas kürzer treten. Sie konnte aber trotzdem in Freiburg starten.
Bei den DMS müssen alle teilnehmenden Mannschaften in allen 4 Lagen (Freistil, Brust, Rücken, Schmetterling) jeweils 100 und 200m auf einer 25m Bahn bewältigen. Außerdem kommen noch 50, 400 und 800m Freistil, sowie 200 und 400m Lagen hinzu. Alle Stecken müssen 2mal geschwommen werden. Jede Schwimmerin darf max. 4 Starts absolvieren und keine Strecke doppelt belegen. Auch in diesem Jahr waren mit Vanessa Grimberg (SV Regio Stuttgart) und Katharina Schiller (SV Waiblingen) 2 ehemalige Olympiateilnehmerinnen in Freiburg mit am Start.

Als erste Schwimmerinen schickte Scheifele Sira Schelzel über 200 m Freistil (2:09,50), Sara Mauthe über 100m Brust (1:13,93) und Emma Schmiedefeld 200m Rücken (2:21,69) an den Start. Sie kamen sehr gut in den Wettkampf und zeigten, angetrieben von den Backnanger Fans, mit tollen neuen Bestzeiten und jeweils Platz 3, dass mit der TSG zu rechnen sein wird. Hinter der SV Regio Stuttgart und dem SV Waiblingen lag die TSG auf einem aussichtsreichen 3. Platz. Nach 100m Schmetterling (Julia Zaborowicz, Platz 1 über diese Strecke), 800m Freistil (Cara Möhle Platz 2) und 200m Lagen (Sara Mauthe, Platz 5) hatten die Scheifele Schützlinge auf Platz 3 liegend nur 53 Punkte Rückstand auf die Stuttgarter Schwimmerinnen um Vanessa Grimberg. Laura Manolaras brachte ihre Mannschaft mit einem beherzten Rennen über 50m Freistil in 27,67 Sekunden auf Platz 2, ehe die Backnagerinnen nach den 200m Schmetterling von Julia Zabarowicz zum ersten Mal völlig überraschend auf Platz 1 in der Gesamtwertung standen. Sira Schelzel verteidigte mit 4:38,57 Minuten diesen Platz über 400m Freistil, ehe Chiara Vetter mit einer neuen Bestzeit über 200m Brust in 2:42,43 Minuten den Vorsprung auf 201 Punkte auf den VFL Sindelfingen ausbauen konnte. Im Backnanger Lager machte sich immer mehr Zuversicht breit, einen der größten Erfolge in der Vereinsgeschichte erreichen zu können. Entsprechend motiviert gingen die nächsten Starts über die Bühne. Den Anfang machte Emma Schmiedefeld über 100m Rücken. Sie konnte ihre 7 Jahre ältere Konkurrentin aus Waiblingen zwar nicht bezwingen, schwamm aber mit 1:05,04 Minuten eine neue Bestzeit, vergrößerte damit den Vorsprung auf Platz 2 und qualifizierte sich mit dieser Zeit bereits jetzt für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften Ende des Jahres in Berlin. Vor den abschließenden 400m Lagen und 100m Freistil lagen die TSG-Mädels mit 255 Punkten im ersten Abschnitt vor dem SV Waiblingen und mit 263 Punkten vor dem VFL Sindelfingen auf Platz 1. Cara Möhle konnte bei ihrem 2. Start mit einer neuen Bestzeit über 400m Lagen (5:15,34 Minuten) den ersten Platz in der Gesamtwertung verteidigen, so dass es über die im ersten Abschnitt abschließenden 100m Freistil Dilara Gül vorbehalten war dafür zu sorgen, dass die Backnanger Schwimmerinnen auf Platz 1 in die Mittagspause gehen konnten. Angetrieben von den Backnanger Fans am Beckenrand kraulte Gül mit 59,31 Sekunden zum ersten Mal unter die magische Minute, so dass die Scheifele Mannschaft mit 183 Punkten Vorsprung auf Platz 2 und 322 Punkten auf Platz 3 in die Mittagspause gehen konnte. Bei Halbzeit hatten seine Schwimmerinnen bereits satte 7.772 Punkte auf dem Konto.
Die Mittagspause nutze der Backnanger Trainer seine Schützlinge darauf vorzubereiten, dass alle Mannschaften in Abschnitt 2 versuchen werden die TSG von Platz eins zu verdrängen. Dazu gehörte auch, dass Marcel Hänsch also Physio dafür Sorge trug, dass die TSG Schwimmerinnen fit in den 2. Abschnitt gehen konnten. Auch dies gelang der TSG Mannschaft, wie fast alles an diesem Tag.

Zaborowicz über 200m Freistil (2:04,97 Minuten) und Vetter über 100m Brust konnten den Vorsprung zu Beginn des 2. Abschnittes auf 390 Punkte sogar noch ausbauen. Vetter überraschte dabei ihren Trainer mit einer neuen Bestzeit von 1:12,53 Minuten, was ebenfalls völlig überraschend die Qualifikation für die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften in Berlin bedeutete. Möhle (200m Rücken, 2:28,49), Gül (100m Schmetterling, 1:04,84), Mauthe (800m Freistil, 9:33,78), Schmiedefeld (200m Lagen, 2:28,48), Schelzel (50m Freistil 27,40), Gül (200m Schmetterling, 2.24,73) und Zaborowicz (400m Freistil, 4:23,06) verteidigten Platz 1 und bauten den Vorsprung zwischenzeitlich auf 585 Punkte aus. Immer mehr wuchs die Hoffnung auch am Ende in der Tabelle ganz oben stehen zu können, sofern die noch fehlenden Strecken ohne Disqualifikation überstanden werden. Über 200m Brust hatte Jule Sittart eine schwere Aufgabe. Sie musste in ihrem Lauf auf der Bahn neben Vanessa Grimberg starten. Eine der schnellsten Deutschen Damen auf dieser Strecke. Sittart nahm die Herausforderung an und schwamm mit 2:48,18 Minuten eine neue Bestzeit. Das Backnanger Team wuchs immer mehr zusammen und zeigte auch nach einem langen und anstrengenden Tag, dass mit Teamgeist vieles möglich ist. Die Fans hielt es zu diesem Zeitpunkt nicht mehr auf der Tribüne und sie feuerten ihre Schwimmer für die letzten Strecken direkt am Beckenrand an. Sira Schelzel ließ sich von der überwältigenden Stimmung anstecken und verbesserte ihre Bestzeit über 100m Rücken auf 1:05,52, so dass der Vorsprung auf Platz 2 mit 492 Punkten sehr komfortabel war. Emma Schmiedefeld gelang über 400m Lagen eine weitere Top-Leistung, bevor Laura Manolaras über die abschließenden 100m Freistil auf den Startblock stieg. Jetzt hätte den Backnanger Sieg nur noch eine Disqualifikation verhindern können. Manolaras war aber nervenstark und bewältigte die letzten 100m unter dem Jubel ihrer Vereinskolleginnen mit 1:00,59 sogar in neuer Bestzeit. Damit gewann das Backnanger Team völlig überraschend die Oberligameisterschaft in Baden-Württemberg mit 474 Punkten vor dem VFL Sindelfingen und 562 Punkten vor der SSG Reutlingen/Tübingen. Nach der Siegerehrung gab es dann kein Halten mehr und unter dem Jubel der mitgereisten Fans musste Trainer Jörg Scheifele ein Bad im Freiburger Becken nehmen.

Parallel zum Wettkampf in Freiburg trugen die Südbundesländer in Hessen, Bayern und Sachsen ebenfalls ihre Meisterschaften aus. Noch sind nicht alle Ergebnisse offiziell, aber soweit die Informationen am Sonntag in Freiburg durchgesickert sind, gab es in Süddeutschland keine weitere Mannschaft mit mehr Punkten als die von den Backnanger Mädels erzielten 15.395 Punkte in Freiburg. Sollte sich dies in den kommenden Tagen bestätigen, könnte die TSG Backnang Schwimmen mit ihrer jungen Damenmannschaft nach der Oberligameisterschaft in Baden-Württemberg auch den Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd feiern. Trainer Scheifele war nach dem Wettkampf sehr stolz auf seine Schwimmerinnen und mehr als zufrieden, was sie an diesem Tag geleistet haben.

hinten von links: Trainer Jörg Scheifele, Emma Schmiedefeld, Chiara Vetter, Jule Sittart, Sira Schelzel, Sara Mauthe,
vorne von links: Julia Zaborowicz, Laura Manolaras, Dilara Gül, Cara Möhle, Athletiktrainer Marcel Hänsch

von links:
Julia Zaborowicz, Emma Schmiedefeld, Sira Schelzel, Cara Möhle, Jule Sittart, Laura Manolaras, Dilara Gül, Chiara Vetter, Sara Mauthe




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