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Presseberichte in der Tageszeitung zur Saison 2016/2017
Von wegen nur ein Sport für Alte

Die Sportkegler der TSG Backnang stellen seit dieser Saison die einzige Jugendmannschaft im gesamten Rems-Murr-Kreis

Der Sportkegelabteilung der TSG Backnang 1846 ist etwas gelungen, was es im Rems-Murr-Kreis sonst nicht gibt. Die Backnanger konnten eine Jugendmannschaft aufbauen, die aktiv am Wettkampfgeschehen teilnimmt. Und das bereits mit dem ersten Erfolg.

Von Sarah Schwellinger

Die vier Jungen und zwei Mädchen um Trainer Torsten Wolf sind nicht nur die erste Jugendmannschaft der Sportkegler der TSG Backnang, sondern auch die erste im Rems-Murr-Kreis. Alle sech haben auf ganz unterschiedlichen Wegen Gefallen am Kegeln gefunden. Die TSG war mit ihrer mobilen Kegelbahn viel an Schulen und öffentlichen Veranstaltungen, wie der Kindersportmesse, unterwegs. Nun zeigen sich die Früchte dieser Arbeit. An fünf Spieltagen tritt die U14 aus Backnang gegen die Mannschaften aus Seckach und Brackenheim an.

Die Kegler sind stolz auf ihren Nachwuchs. Allen voran Trainer Torsten Wolf, der mit der Leitung der Mannschaft und seiner Position als Jugendwart auch seine ersten Erfahrungen im Nachwuchsbereich macht. Als Team trainieren Leonie Gebauer, Jessica Wolf, Kevin Shalamay, Mandeep Singh, Erik Wünschiers und Chris Weber erst seit Beginn des Jahres. Trotzdem behaupten sie sich bereits in Wettkämpfen im Bezirk Mittlerer Neckar. Für die Zukunft der U14 ist Wolf zunächst einmal wichtig, dass der Spaß am Kegeln im Vordergrund steht. Zum Training gehört aber auch, dass die Jugendlichen an den Sport herangeführt werden, sie lernen die Technik, Regeln und Disziplin der Sportart kennen. „Natürlich wollen wir nach Möglichkeit auch gewinnen“, sagt Torsten Wolf lachend, das wolle doch jeder Sportler gerne. Auch zwischen den Kindern innerhalb der Mannschaft entstehe ein gesunder Konkurrenzkampf. Bei ihrem ersten Spieltag in Seckach habe Wolf die Jugendlichen kaum mehr halten können, so heiß seien sie auf ihren ersten Wettkampf gewesen.

Anders als Erwachsene spielen die Jugendlichen auf eine gemeinsame Holzzahl und nicht auf Einzelpunkte, die in direkten Duellen ermittelt würden. Mit 50 Minuten reiner Spielzeit pro Wettkampf ist die sportliche Herausforderung nicht zu unterschätzen. Kegeln fordert höchste Konzentration. Anlauf, Abgabe der Kugel und Körperspannung müssen passen. Nach 120 Schub im Wettkampf brennt vor allem die vordere Oberschenkelmuskulatur. Was so einfach aussieht, bringt viel Schweiß mit sich. Und das ist noch nicht alles. Eine wichtige Rolle spielt die Beschaffenheit der Bahn. „Zu Hause kegeln ist noch wichtiger als ein Heimspiel beim Fußball“, erklärt Abteilungsleiterin Gisela Kehrer. Jede Bahn sei anders und oft dauert es eine Weile, bis man sich daran gewöhnt hat.

Ihren überhaupt ersten Wettkampf meisterten die Jugendlichen der TSG sehr gut. Sie landeten auf Platz zwei mit nur rund 50 Holz Rückstand auf den SKV Brackenheim. Auf das Ergebnis ist vor allem Trainer Torsten Wolf stolz, der die Entwicklung der Jugendlichen Woche für Woche miterlebt und beim Training Fingerspitzengefühl beweist. „Oft merkt man, wie viel Stress die Zwerge aus der Schule mitbringen, da muss man das Training dann spontan etwas anders gestalten“, weiß Wolf. Er nennt die Mannschaft liebevoll seine Zwerge, „auch wenn sie nicht mehr so klein sind.“

Für die kleine Abteilung von nur 36 Mitgliedern ist der Aufbau einer Jugendmannschaft eine Besonderheit. Denn sie sagen selbst, der Kegelsport altert aus. Mit der U14 hat Backnang den ersten Schritt in die andere Richtung gemacht. Das Team soll in Zukunft selbstverständlich bestehen bleiben. Sollte die Nachfrage da sein, soll es gar weiter ausgebaut und die Spieler dann in den Erwachsenenspielbetrieb eingegliedert werden. Der Anfang ist gemacht. Die Abteilung positioniert sich weit weg vom Keller-Image, das dem Kegeln vorauseilt. Es herrscht striktes Alkohol- und Rauchverbot, es geht um den Sport, ums gemeinsame Anfeuern. Selbst beim Training herrscht eine klasse Stimmung, wird gegenseitig motiviert: „Ratzeputz, blau-gelb“, schallt es über die Bahn. Es ist ein Erlebnis, das sich Menschen jeden Alters teilen. Manche aktiven Sportkegler sind über 80 und die TSG-Jugend schiebt nun bereits mit 14 die Kugeln in die Vollen.

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